Der Internationale Währungsfonds (IWF) verfügt offiziell über die drittgrößten Goldreserven der Welt - bislang. Denn rund ein Achtel dieser Reserven sollen nun verkauft werden, um mehr Kredite an Ärmere Länder bereitzustellen. Möglicher Interessent für das Gold: die Deutsche Bundesbank.
Von Silke Hasselmann, MDR-Hörfunkstudio Washington
Anderthalb Jahre hat es gedauert - nun hat der Vorstand des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen bereits im Frühjahr 2008 gefassten Grundsatzbeschluss endgültig bestaetigt. Die Konsequenzen sind Gold wert, denn der IWF wird nun tatsächlich ungefähr ein Achtel seiner aktuellen Goldreserven verkaufen. Bekäme der IWF die 403 Tonnen zum derzeitigen Marktwert verkauft, könnte er rund 13 Mrd. US-Dollar (ca. 9 Mrd. Euro) einnehmen. Doch um den Kurs angesichts einer solchen Menge nicht einbrechen zu lassen, wird das Gold zunaechst ausschließlich öffentlichen Geldinstituten und Zentralbanken der Mitgliedsstaaten angeboten. Also wird man sich auch in Frankfurt am Main und Berlin mit der Frage befassen, ob die deutschen Goldreserven aufgestockt werden sollten.
Spekulationen über deutsche Goldreserven
Über deren aktuellen Umfang hüllen sich Bundesbank und Bundesfinanzministerium traditionell in Schweigen. Daher ist Vorsicht geboten bei den 3400 Tonnen, über die die Presse nun schon seit einigen Jahren berichtet. Nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine veraltete Zahl handelt, die in Ermangelung offizieller Angaben stets wiederholt wird. Unklar ist auch, wo sich das deutsche Gold befindet.
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 22. September 2009 10:15


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