Steuerparadiese am Pranger: Deutschland und Frankreich haben beim G-20-Gipfel in London die sofortige Veröffentlichung einer Schwarzen Liste für unkooperative Steueroasen durchgesetzt. Diese verweigern sich internationalen Standards. Nachholbedarf haben unter anderem Österreich und Liechtenstein.
Herausgegeben wurden die Listen von der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das dreiteilige Dokument betrifft mangelnde Zusammenarbeit im Kampf gegen Geldwäsche, gegen Steuerflucht sowie in Fragen der Finanzaufsicht.
Damit solle deutlich gemacht werden, „inwieweit Staaten gegen die OECD-Kriterien verstoßen oder sie noch nicht vollkommen erfüllen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Es sei mit britischer Hilfe gelungen, alle G-20 Mitglieder davon überzeugen, dass die Listen schnell veröffentlicht werden müssten. „Auch der amerikanische Präsident hat dort aktiv mitgearbeitet“, sagte Merkel.
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 15. April 2010 15:36


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